Re: Craihel dichtet
von Craihel » Mi 8. Okt 2008, 19:40
Die Klinge:
Die Klinge zum greifen nahe.
Ihr Griff glück verheist und dich schützt.
Die Scheide dein Körper erfahre.
Schatten durchtrennend das relief blitzt.
Weder Stahl noch Leder das Schwert besitzt.
Auch kein Schmied sie zu Schmieden vermag.
Es gibt keine Muster, auch nicht in Stein geritzt.
Endlos Worte fallen über sie, jeden Tag.
Du bist Ihr Träger, und doch führst du sie nicht.
Ihr Gewicht, der Luft gleich und doch Endlos schwer.
Sie ist die Liebe, dein führendes Licht.
Sie kann andere Heilen, und verletzten umso mehr.
Grab:
Im kalten Grab, der Wind verharrt.
Auf Besuch er hungrig wartet.
Todessang erklingt, grausam und Zart.
Er den unheilvollen Ort Verratet.
Tausend Tode hier erfüllt.
Auf dem Feld, welches das Grab verbirgt.
Gut versteckt und in Nebel gehüllt.
Das Unleben hier sein Sanktum erwirkt.
Wanderer, gib gut acht, und hör mir zu.
Nur Unglück und Qual erwarten dich.
Auf dem finsteren Feld der endlosen Ruh.
Wo unzähligen schon das Leben entwich.
"Dem Leben zu dienen, der Wildheit ergeben. Kämpfen sollst du nur zu zweit mit ewiger Bande.. die Natur stets mir dir, der Mondenschein dein Antliz verbirgt.. Doch ewig du ziehst durch weite Flur.. gib nicht auf oh Wildes Herz.."